• 18. Januar 2020

    Grüne Woche

    So im Nachhinein traut man sich das gar nicht zu schreiben: Wir waren auf der Grünen Woche. Also so richtig unbeschwert. Mit dem Bus hin, mit dem Taxi zurück. Klingt irgendwie spooky aber es war so.

  • 03. März 2020

    Ein gepflegtes Bierchen im Kreise der Kollegen

    Es hat sich ein sehr schöner Brauch etabliert. In unregelmäßigen Abständen in ein Lokal einzukehren um in geselliger Runde ein Bier zu trinken und über den Alltag zu sinnieren.

  • 04. März 2020

    Der erste Lagebericht

    Als ehemaliger Taxifahrer kannte ich das Robert-Koch-Institut (RKI) wenigstens vom Namen her. Mehr aber auch nicht. Und nun kommen von dieser Behörde Lageberichte. Täglich. Am 04.03.20 meldete das RKI 262 in Deutschland bestätigte Fälle.

  • 07. März 2020

    Geburtstagsfeier

    Ich gehe den Kalender durch und stelle mit Erschrecken fest: Wir waren tatsächlich auf einer Geburtstagsfeier. In einer Wohnung. Und ja, wir erinnern uns, Corona wurde langsam aber sicher zum Thema.

  • 15. März 2020

    Draußen Knipsen

    GinaNeudeutsch Outdoor-Shooting. Es ging nur noch draußen. Jeder Mitmensch wurde mittlerweile als potentielle Keimschleuder angesehen. Also hatten wir uns mit Gina mitten in Berlin getroffen. Eigentlich hatten danach so gut wie alle Fototermine nur noch draußen stattgefunden.

  • 16. März 2020

    Ab ins Homeoffice

    Es ging so schnell. Kurzes Zusammenkommen des Teams im Konferenzraum. Erläuterung der Situation und dann ran an den Schreibtisch, das abgebaut was man zu Hause brauchen würde und schon ging es heimwärts.

  • 17. März 2020

    Die erste Berliner Verordnung

    Nun war es besiegelt und beschlossen. Schriftlich konnte der Hauptstädter nun nachlesen, was ab sofort verboten war.

    Die Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Berlin war da.

    Was für ein sperriger Titel. Aber einfach kann ja jeder. Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen durften nicht mehr sein. Und wenn es weniger als 50 waren, musste einer den Schriftführer spielen und eine Anwesenheitsliste führen und verwahren. Ich habe immer noch Pipi in den Augen, dass es mal möglich gewesen sein soll, einer Veranstaltung mit 20 oder 30 Leuten beizwohnen zu können. Tanzlustbarkeiten mussten geschlossen bleiben. Tanzlustbarkeiten. Kannte ich bis dahin noch gar nicht. Hätte es so auch in den Gelben Seiten gestanden? T wie Tanzlustbarkeiten? Ach komm, Gelbe Seiten kennt auch keiner mehr.

    Prostitutionsstätten durften auch nicht mehr öffnen. Wie kommt man auf solche Begriffe? Wer sitzt da im Kämmerlein und ersinnt solche Worte? Fakt war: Alles war auf einmal zu. Aber es gab Ausnahmen. Sogar Friseure durften weiterhin öffnen. Hallo? Die Zunft der Barbiere durfte… Muss man sich merken. Und Bestattungsunternehmen konnten ebenfalls noch ihre Erdmöbel ungestraft an den Mann bringen. Probeliegen ging aber damals schon nicht, glaube ich jedenfalls. Dafür konnten Besorgte und Angehörige ihre Lieben nicht mehr im Krankenhaus besuchen. Die Kids mussten erstmals zu Hause bleiben, Schule war nicht mehr. Wenn Extrabreit das hätte besingen müssen… Vergiss es, kennt auch keiner mehr.

  • 22. März 2020

    Kontaktbeschränkungen

    Und nun war es amtlich: die Kontaktbeschränkungen waren da. Wir sollten uns nach Möglichkeit nur noch in der Wohnung aufhalten. In der eigenen Wohnung, versteht sich. Und die berühmten 1,5 Meter Mindestabstand wurden nun auch amtlicherseits erwähnt. Ganz wichtig, wir sollten immer einen Ausweis dabei haben, ebenfalls den eigenen, versteht sich.

  • 23. März 2020

    Klopapier ist der neue Goldstaub

    Bückware nannte man wohl Artikel im Osten der Republik, die vorrangig unter dem Ladentisch verkauft wurde. Passt ja irgendwie. An diesem Tage erreichte mich via Facebook eine ganz, ganz tolle Nachricht. Hier der anonymisierte und etwas gekürzte Dialog zwischen mir und dem tollen Rewe-Team von gegenüber:

    Rewe: „Ich packe euch auch gerne Toastbrot/Toilettenpapier beiseite, nur für den Fall der Fälle“

    ich: „Das wäre ja cool. Wir wollen gar nicht bunkern sondern am Wochenende einfach nur was essen und die nächste Packung Klopapier da haben wenn unsere jetzige alle wird.“

    Rewe: „Weiß ich doch. Ihr kauft ja immer zum Wochenende ein. Hab heute auch schon Kunden mit einer Packung Toilettenpapier glücklich gemacht. Beim Toast müsste ich nur wissen welches beim Toilettenpapier ist es ja sicherlich ziemlich egal.“

    ich: „Toastbrot wäre eigentlich auch wurscht. Wir nehmen meist diese Sammys 750 Gramm, glaube ich. Beim Klopapier sind wir keine Markenfetischisten. 3-lagig ist Standard. Alles andere sieht der Hintern nicht. Also müssen keine Blümchen drauf sein. Das ist wirklich lieb von dir/euch. Lass uns wissen wann wir mal rüberkommen können.“

    Und schon drei Tage später: „Guten Morgen, Toast und Toilettenpapier sind gesichert, bis später.“

    Was für irre Zeiten das waren.

  • 24. März 2020

    Pizza?

    Mist. Ärgerlich. An diesem Tag wollten wir mit allen Mitarbeitern (ja ich weiß: Mitarbeiter/-innen) gemütlich eine Pizza essen. Daraus wurde leider nichts mehr.

  • 02. April 2020

    Das Sitzfleisch kann dann mal weg

    Ich musste suchen aber wer suchet der findet. Hier war der Verordnungstext, der auch einen Tag früher hätte kommen können. Im Nachhinein wahrlich ein Aprilscherz aber man wusste es damals scheinbar noch nicht besser:

    Bei Aktivitäten nach Absatz 3 i (Sport und Bewegung an der frischen Luft) sind Erholungspausen auf fest installierten Sitzgelegenheiten bei Wahrung des Mindestabstands nach Absatz 2 zulässig, auf Wiesen und Freiflächen bei Wahrung eines Mindestabstands von 5 m. Grillen und das Anbieten offener Speisen sind nicht zulässig. Zur Vermeidung von Überfüllungen können Zugangsbeschränkungen für Parks und Grünanlagen festgelegt werden.

    Und wir erinnern uns gut welche Situationen da entstanden sind.

  • 21. April 2020

    Einsiedler im Vorteil

    „Herr Doktor, können Sie meine Persönlichkeit spalten? Ich fühle mich abends immer so alleine.“ Und hier ist der Verordnungstext vom heutigen Tage:

    Jede Person ist angehalten, die physisch sozialen Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren und dabei einen Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.

    Noch ein Passus tauchte in der Verordnung auf:

    Das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung wird dringend empfohlen, insbesondere in Einzelhandelsgeschäften und bei Kontakt mit Risikopersonen, um für sich und andere das Risiko von Infektionen zu reduzieren.

    Kann mir mal einer in aller Ruhe erklären, warum es „Mund-Nasenbedeckung“ heißt? Nasen. Plural. Es heißt doch auch nicht „Münder-Nasenbedeckung“. Egal, da kommt das Kleinkarierte in mir durch. Ab dem 27.04. musste die Maske dann auch in der BVG getragen werden und man durfte sich nur mit einer haushaltsfremden Person treffen.

  • 28. April 2020

    Luft anhalten oder tief durchatmen?

    Die mittlerweile Fünfte Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung regelt nun auch die Maskenpflicht im Handel.

    …in Gewerbebetrieben mit Publikumsverkehr und Verkaufsstellen … ist ab dem 29. April 2020 eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

    Jetzt ging es aber los. Nun spaltete sich das Volk und die großen Strategen begehrten auf. Die asozialen Medien füllten sich mit vermeintlichen Studien und Aussagen, wie schädlich das Tragen einer Maske für 10 oder 15 Minuten sei. Ersticken würden die Schwachen. Und die ganzen Bakterien, die wir unvermeidbar durch den Filz vor unserem Munde bis tief in den Dickdarm einatmen und durchreichen würden. Wir würden nicht an Corona sterben, nein am Sauerstoffmangel durch die Maske werden wir dahinscheiden.

  • 07. Mai 2020

    Verordnung, Klappe die Sechste

    Na schau, es kam wieder mal eine Verordnung ums Eck. Und siehe da, Eremiten mussten sich warm anziehen. Man durfte sich wieder mit weiteren Personen aus einem anderen Haushalt treffen. Wir hatten das Wochenende umgehend für ein gepflegtes Essen vom Grill genutzt. Andi, Gitta, wir werden diesen Tag nicht vergessen.

  • 23. Mai 2020

    Besuch zu bekommen...

    …war ja nun wieder möglich. Und so durfte Otto zartes Fleisch zubereiten. Endlich wieder ein Hauch Normalität. Merci Sara & Robert für einen weiteren tollen Abend.

  • 27. Mai 2020

    Es sollte nach London gehen...

    Um 11:10 Uhr hätte der Flug BA991 vom Flughafen Tegel abgehoben. Hat er aber nicht. Unsere Tradition hat dank Corona Risse bekommen. Gewiss, ein Luxus-Problem. Aber für uns war das schon schmerzhaft nicht nach London reisen zu können. Aber wir holen das nach. As soon as possible.

  • 28. Mai 2020

    ...und wieder draußen

    SarahHatte ich schon erwähnt, dass wir hauptsächlich draußen fotografiert haben? Ende Mai war das Wetter scheinbar auch ganz gut wenn ich das Bild so sehe. Irgendjemand hatte die schwarzen Klebestreifen verteilt, ich weiß gar nicht wie das trotz Mindestabstand klappte. Aber nun gut.

  • 30. Mai 2020

    Wir wären in Tegel gelandet

    Gegen 22:20 Uhr hätte der Flug BA988 wieder Berliner Boden berührt. Von Heathrow nach TXL. Ja, Flughafen Berlin-Tegel.

  • 30. Juli 2020

    Essen auf Rädern

    Wir hatten unsere erste Bestellung von HelloFresh ausgelöst. Anfangs war alles top. Die Qualität ist vollkommen okay und auch die Lieferungen fanden pünktlich innerhalb des Zeitfensters statt. Das sollte sich im Laufe der Zeit ändern…

  • 17. August 2020

    Rheinsberg

    Welch Freude, dass wir das noch erleben durften. Wir haben ein paar Tage Urlaub gemacht. Und es war sogar richtig schön im Hafendorf. Und ja, wir hatten zwei Schlafzimmer in dem Haus und das Essen war weitestgehend auch okay. Ein paar Wochen später erlebte eine Kollegin von mir dort vor Ort das komplette Gegenteil und war maßlos enttäuscht. Urlaub in Corona-Zeiten ist leider Glückssache wie es scheint.

  • 15. September 2020

    Urlaub in Travemünde gebucht

    Wir mussten raus. Definitiv. Also hatten wir eine Ferienwohnung in Travemünde gebucht. Das war zu diesem Zeitpunkt noch möglich. Am 23.10. wollten wir für ein paar Tage in gemütlicher Runde ein bisschen Ostsee-Wind schnuppern…

  • 21. Oktober 2020

    Travemünde wird storniert

    Wir Berliner kommen aus einem Risikogebiet. Schleswig-Holstein meint, wir müssten bei der Einreise ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen, welches nicht älter als 48 Stunden ist. Bei sechs Leuten war das damals schlicht und ergreifend nicht machbar. Nicht weil wir nicht gewollt hätten sondern weil es keine Kapazitäten bei den Testzentren gab. Nie und nimmer hätten wir gewährleisten können, dass wir alle einen Test in den Händen halten, der nicht älter ist als 48 Stunden. Also haben wir die Kohle in den Wind geschossen.

  • 23. Oktober 2020

    OVG Schleswig-Holstein kippt Verbot der Beherbergung

    …und wir könnten ins Essen brechen. Unter dem Aktenzeichen 3 MR 47/20 kippt das OVG Schleswig-Holstein das Beherbergungsverbot. Leider erst an unserem ursprünglichen Anreisetag am späten Nachmittag. Etwas zu spät für uns.

  • 23. Oktober 2020

    Travemünde

    Travemünde. Schön bist du. Und so schön nah. Für uns aber unerreichbar. Eigentlich hätten wir heute einen kleinen Spaziergang am Strand gemacht. Aber leider ist die Ansteckungsgefahr scheinbar einfach zu hoch.

  • 19. Dezember 2020

    Weihnachtliches Gänseessen

    Jedes Jahr treffen wir uns in gemütlicher Runde zum traditionellen Verspeisen von Gänsefleisch, Grünkohl, Rotkohl und allem was dazugehört. Dass dieser Termin im Jahr 2020 zwangsläufig ausfallen musste, wunderte niemanden. Immerhin konnten wir aber die Gans im Restaurant fertig zubereitet abholen und zu Hause speisen.